Oberstufe

Die Oberstufe an den Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen umfasst die Schuljahre 11-13, führt also in 9 Schuljahren der weiterführenden Schule zum Abitur.

Die momentan gültige Fassung der APO-GOST (=Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung der gymnasialen Oberstufe) enthält alle Regelungen für die gymnasiale Oberstufe, von der Einführungsphase (EF, 11)) und den beiden Qualifikationsphasen (Q1/Q2 d.h. 12/13) bis zum Abschluss durch das Abitur bzw. die Fachhochschulreife.

 

Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

- berechtigt zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen der Bundesrepublik.

 

Fachhochschulreife (FHR)

- berechtigt in Verbindung mit einem berufsbezogenen Ausbildungsteil zum Studium an einer Fachhochschule der betreffenden Fachrichtung. Der schulische Teil der FHR kann nach 12 Schulbesuchsjahren vergeben werden. Zum Erwerb der FHR muss sich dann ein einjähriges gelenktes Praktikum anschließen.

 

Das Kurssystem

Mit der Reform der gymnasialen Oberstufe wurden die spezialisierten Formen des traditionellen Gymnasiums (altsprachlich, neusprachlich, mathematisch-naturwissenschaftlich) abgeschafft und das bis dahin für den jeweiligen Schultyp genau festgelegte Fächerangebot durch ein Kurssystem ersetzt. Schülerinnen und Schüler sollen darin diejenigen Fächer als Kurse auswählen, die ihren persönlichen Fähigkeiten und Neigungen am besten entsprechen. Innerhalb gewisser Grenzen kann man im Kurssystem seine Schullaufbahn selbst bestimmen.

In diesen „gewissen Grenzen‘ liegt eine besondere Schwierigkeit des Kurssystems.

Die genauen Vorschriften hinsichtlich der möglichen Schullaufbahnen sind sehr kompliziert und füllen ein ganzes Buch, die APO-GOSt. Diese ‚Verordnung über die Bildungsgänge und die Abiturprüfung in der Gymnasialen Oberstufe“ regelt alle Laufbahnentscheidungen in allen Einzelheiten, keiner kommt an ihr vorbei. Beratungslehrer werden dabei helfen, den jeweils persönlichen Weg durch den Dschungel an Vorschriften zu finden. An dieser Stelle seien nur die wichtigsten Grundprinzipien der APO-GOSt genannt

  • Um ein hinreichendes Maß an Allgemeinbildung zu gewährleisten, bleibt ein Teil der Fächer verpflichtend, während andere ganz frei gewählt (oder abgewählt) werden können.
  • Um die Ausbildung hochspezialisierter und völlig einseitiger „Fachidioten“ zu verhindern, hat man die Fächer in drei unterschiedliche Aufgabenfel der eingeteilt, die alle drei bei der Fächerwahl und im Abitur berücksichtigt werden müssen.

Eine ganz besondere persönliche Schwerpunktsetzung erfolgt zu Beginn des 12. Jahrgangs durch die Wahl von zwei Leistungskursen, die mit je 5 Wochenstunden unterrichtet werden, wohingegen Grundkurse vorwiegend dreistündig sind. Die Leistungskurse sind die beiden ersten Abiturfächer.

 

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