Artikel vom 28.11.2015

http://www.ksta.de/kuerten/--sote-kuerten-direktor-fordert-modernisierung-fuer-gesamtschule,15189230,32654884.html

 

Direktor fordert Modernisierung der Gesamtschule

Schulleiter Klaus Schröder fordert die Modernisierung der Kürtener Gesamtschule. Ein erstes Treffen mit Politik und Verwaltung verlief recht positiv.  Von Claus Boelen-Theile

gsk von oben

Kürten. 
Teilweise aus den 1960er-Jahren stammen die Schulgebäude der Kürtener Gesamtschule, für modernen Schulunterricht sind sie nur eingeschränkt nutzbar. In einem Schreiben an alle Ratsmitglieder mahnt Schulleiter Klaus Schröder jetzt ein umfassendes Sanierungs- und Erweiterungskonzept an.

Ein erstes Treffen mit Verwaltung und Politik hat auf Veranlassung von Bürgermeister Willi Heider bereits stattgefunden. Ergebnis: „Mittelfristig“ will die Gemeinde Finanzmittel bereitstellen, um den Schulstandort Kürten attraktiv zu halten. Es gehe jetzt darum, ein Konzept zu erarbeiten, so der Bürgermeister. Für eine Abschätzung der Kosten sei es aber noch zu früh. Die Schule habe bislang höchste Priorität im Rathaus gehabt, sie werde weiterhin höchste Priorität haben. „Den Problemen muss begegnet werden, natürlich.“ Allerdings sei auch die „angespannte finanzielle Lage der Gemeinde zu beachten“. Und es gebe aktuell viele Aufgaben, das Gerätehaus Biesfeld und Flüchtlingsunterkünfte zum Beispiel.

Ein Überblick der Kritikpunkte des Schulleiters:

Größe der Klassenräume: Sie sind teils zu klein und nicht geeignet für zeitgemäßen Unterricht. Aus Platzgründen ist manchmal nur Frontalunterricht möglich.

Alter der Schule: Bis auf den Oberstufentrakt stammen die Räume aus Zeiten der Hubert-Berger-Hauptschule von Ende der 60er-Jahre.

Barrierefreiheit: Gehbehinderte Schüler der Oberstufe können ihre Schulräume nicht erreichen. Es fehlt ein Aufzug.

Inklusion: Rund 40 Kinder haben Förderbedarf. Sie brauchen Unterstützung beim Sehen, beim Lesen oder sie sind auf den Rollstuhl angewiesen. Es sind bis zu zwei Lernhelfer zusätzlich im Klassenraum unterzubringen.

Integration: Es fehlen Klassenräume, in denen Sprachunterricht für Flüchtlingskinder stattfinden könnte.

Lösung könnte eine Schulerweiterung sein, sagt Schröder. „Ich will nicht klagen und dramatisieren, der Bürgermeister hat sofort reagiert. Unsere Anliegen nimmt die Verwaltung ernst.“ Er müsse aber darauf achten, dass seine Schule nicht an Attraktivität einbüße. Die Übergangsquote von den Kürtener Grundschulen zur Gesamtschule sei in den vergangenen Jahren auf über 50
Prozent gestiegen, ein sehr hoher Wert für eine ländliche Gemeinde. Die pädagogische Arbeit werde anerkannt. Das Schulgebäude müsse aber als Lern- und Lebensort verstärkt in den Blick kommen.

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