Jürgen Becker gastierte in Kürten

Kölner Kabarettist mit bergischen Wurzeln gab dem Begehren seines Publikum-Volkes nach und klärte es über sein Fortpflanzungsbegehren im Laufe der Geschichte auf.

Am Dienstag, den 13.9.2016, war der bekannte Kabarettist mit seinem neuen Programm „Volksbegehren“ bei uns an der Gesamtschule Kürten zu Gast, welches er ca. 300 Besuchern vorstellte. Bereits ab 19 Uhr wartete die lange Publikumsschlange auf den Einlass. Um 20 Uhr ging es vor ausverkauftem Haus los. Die Vorstellung lief, inklusive einer halbstündigen Pause, bis ca. 22.45 Uhr.

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Es war so weit: Jürgen Becker stand vor der Tür; zwar etwas verspätet, aber das nahmen wir unserem Stargast nicht übel. Der Künstler hatte auch noch seine (Zitat) „buckelige Verwandtschaft“ mitgebracht. Gut gelaunt führte er bei tropischen Temperaturen durch das Programm und überraschte sein Publikum zum Teil mit unerwarteten Wendungen oder Geschichten, z.B. - dass bei Blattläusen die Jungs nicht viel zu tun haben, außer vielleicht Karten spielen – wenn sie denn ein schönes Blatt hätten….Mit vielen Facetten beleuchtete Jürgen Becker das Thema Fortpflanzung und das damit einhergehende Begehren der verschiedenen Völker – ob Götter, Tier oder Mensch, er machte vor Nichts halt. Nach der Veranstaltung plauderte er noch mit seinem Publikum und signierte Bücher oder Cds.

Die gesamte Schule freute sich auf diesen Tag, besonders die Schüler der Kasse 10c, die diesen Abend vorbereitet und geplant hatte. Die Mitglieder der Klasse betreuten Jürgen Becker bis zum Auftritt, inklusive Verpflegung, halfen den einparkenden Gästen, kontrollierten die verkauften Karten, bestuhlten die Aula und kümmerten sich um die Technik. Ebenso gehörten Garderobe, Abendkasse und das Aufräumen des Saales nach der Veranstaltung zu ihren Obliegenheiten.

Das Catering wurde von der Jahrgangsstufe 13 übernommen und organisiert.

Insgesamt ein rundum gelungener Abend, der auch ein Highlight in den Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Gesamtschule Kürten darstellt.

 

http://www.rundschau-online.de/rhein-berg/kuertener-ausbildungsmesse-kuertener-unternehmen-warben-fuer-eine-stelle-am-wohnort,16064474,33892856.html vom 29.02.2016

KÜRTENER AUSBILDUNGSMESSEKürtener Unternehmen warben für eine Stelle am Wohnort

Erstellt 29.02.2016
 
 
Michael Hamacher erklärt Mona Dörnbach die Wasseraufbereitung im Splash Bad Kürten anhand eines Modells.  Foto: Diethelm Nonnenbroich
Der Andrang und das Interesse waren groß: In der Kürtener Gesamtschule fand am Wochenende die erste Ausbildungsmesse der Kommune statt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.  VonKlaus Pehle
 
 
 
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Kürten

Das Interesse war groß. Schon wenige Minuten nach der Eröffnung der ersten Ausbildungsmesse in Kürten am Samstagmorgen waren Gänge, Foyer, Aula und Fachräume der Gesamtschule Kürten mit Leben gefüllt. Gemeinsam hatten die Gemeinde, die IHK Köln, die Gesamtschule und die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach eingeladen, um dem nächsten Schulabgängerjahrgang zu zeigen, dass auch in Kürten attraktive Ausbildungsplätze vorhanden sind.
„Viele Jugendliche wissen gar nicht, was sie hier vor Ort alles machen können. Auch hier gibt es attraktive Ausbildungsplätze und spannende, international ausgerichtete Unternehmen“, sagt Eva Babatz. Die Geschäftsstellenleiterin der IHK im Rheinisch-Bergischen Kreis war eine der Initiatoren der Messe. „Bei der Ausbildungsquote kann man in Kürten noch etwas machen“, nennt sie das vorrangige Ziel der Veranstaltung: Auszubildende in Kürtener Betrieben unterzubringen. Im Vergleich zur Gesamtregion der IHK Köln habe Kürten eine unterdurchschnittliche Quote von Ausbildungsplätzen in Bezug auf die Gesamtanzahl der Betriebe. Die hohe Besucherzahl kommentiert sie gegen Mittag so: „Es ist richtig was los, die Aussteller sind sehr zufrieden.“

Auf der Suche nach Fachkräften

Aussteller waren vor allem Unternehmen, die tatsächlich auf der Suche nach geeigneten Bewerbern sind. „Wir sind interessiert, hier vor Ort Auszubildende zu finden“, sagt Marc Müller vom Fleischgroßhandel-Unternehmen „Der Weidener“. „Wie in allen praktischen Berufen haben wir Probleme, gute Auszubildende zu finden, das ist der Fachkräftemangel. Und das hier ist eine gute Plattform, unsere Ausbildungsberufe zu zeigen.“ 
65 Mitarbeiter hat das Unternehmen, davon sieben Auszubildende in so unterschiedlichen Berufen wie Kaufleute im Groß- und Außenhandel, Lageristen, Fachverkäufer und Fleischer. „Gerade bei den Auszubildenden ist das Einkommen ja noch nicht so hoch, da kann sich nicht jeder ein Auto leisten“, zählt Müller einen weiteren Vorteil bei einer Ausbildung in der Nachbarschaft auf. „Ich brauche fünf Minuten mit dem Fahrrad zum Betrieb“, untermauert Fleischer-Azubi Dennis Korsch das Argument. „Kürten hat einen sehr gesunden Branchenmix.“

Für Franz Kremers, Betreiber des Kürtener Freizeitbades Splash, ist dieser Branchenmix ein erheblicher Vorteil, da die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde dadurch krisenfest ist. Viele Besucher waren überrascht, dass auch das Splash ausbildet. Dort kann man den Fachangestellten für Bäderbetriebe lernen, der heutzutage nicht nur für Wasserqualität, Sicherheit und Technik zuständig ist, sondern auch Marketing und Kundenbetreuung zu seinen Aufgaben zählt.

220 Schüler machen jährlich ihren Abschluss

Klaus Schröder, Leiter der Gesamtschule Kürten, war angetan von der Resonanz: „Es läuft toll. Wir haben hier 1100 Schüler, und 220 davon gehen Jahr für Jahr ab.“ Er hatte vor allem die Jahrgangsstufen 9 und 12 eingebunden, weil diese in Kürze in den Bewerbungsprozess starten. Dazu gab es konkrete Hilfestellungen von der Raiffeisenbank Kürten-Odenthal, einer der größten Arbeitgeber in der Gemeinde.

In einem Klassenraum zeigten Raiba-Mitarbeiter, wie man eine ansprechende Bewerbungsmappe erstellt und häufige Fehler beim Bewerbungsgespräch vermeidet. „Zum Beispiel, dass man zu nervös ist. Das Gespräch ist ja kein Verhör. Es geht darum, sich und seine Fähigkeiten zu präsentieren“, erklärt Doreen Pütz. Sie als Bankkauffrau-Auszubildende im zweiten Jahr war eine geeignete Ansprechpartnerin für die Schülerinnen und Schüler. 
Mit einem Vorurteil räumte ihre Ausbilderin Nicole Höller auf: „Es wird häufig gesagt die Ausbildungsreife unter den Jugendlichen sei nicht gegeben. Das kann ich so bei uns nicht feststellen.“

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http://www.rundschau-online.de/rhein-berg/inklusion-in-kuerten-die-gehoerlose-paulina-sieht--was-andere-hoeren,16064474,33049998.html vom 03.01.2016

INKLUSION IN KÜRTENDie gehörlose Paulina sieht, was andere hören

Die gehörlose Paulina besucht die siebte Klasse der Kürtener Gesamtschule. Immer mit dabei: eine Gebärdendolmetscherin, die Paulina zeigt, was ihre Schulkameraden hören.  VonStephanie Peine

Kürten

Für Paulina ist es immer ganz still in der Klasse. Auch wenn der Geräuschpegel steigt und es laut zugeht. Denn Paulina ist gehörlos. Von Geburt an. Anders als ihre drei Schwestern hört die 13-Jährige nichts. Trotzdem sitzt das zierliche blonde Mädchen täglich gemeinsam mit ihren hörenden Schulkameraden in der siebten Klasse der Kürtener Gesamtschule. Ihr gegenüber eine Gebärdendolmetscherin, die für sie übersetzt, damit ihre Augen erfassen, was andere mit den Ohren aufnehmen. Das sei für Paulina mitunter sehr anstrengend, für ihre Mitschüler und Lehrer inzwischen Normalität – und für die ganze Klasse ein Gewinn, meint Schulleiter Klaus Schröder.

 

„Für die Schule ist es zunächst eine große Herausforderung gewesen“, sagt Elke Giebisch, Sonderpädagogin und Klassenlehrerin der 7a. Vor Paulinas Einschulung war an der Regelschule noch keine gehörlose Schülerin unterrichtet worden, Erfahrungen fehlten also. Daher hatten sich alle beteiligten Pädagogen in der letzten Ferienwoche zusammengesetzt, um zu besprechen, was sich im Unterricht ändern muss, wenn einer der Schüler nicht hören kann, was der Lehrer sagt. „Besonders die Sportlehrer hatten zunächst Bedenken, dass es gefährlich werden könnte, wenn Paulina die Kommandos nicht hört“, erinnert sich Elke Giebisch. Etwa die Trillerpfeife beim Ballspiel oder Kommandos beim Laufen. Jetzt, zwei Jahre später, hätten sich diese Sorgen gelegt und die Akzeptanz für Inklusion sei gewachsen, sagt Sylvia Mohr, die didaktische Leiterin.

„Hier darf Paulina sein, wie sie ist: gehörlos, aber ein normales Mädchen.“

Mutter Bettina Willm

Dass Paulina eine Regelschule besuchen kann, ist ihren Eltern sehr wichtig. Sie wollen sie bestmöglich auf das Leben vorbereiten, und glauben, dass dies an einer Regelschule besser gelingt, als „im geschützten Raum“ einer Förderschule.
„Warum sollte ein Kind aus dem Sozialverband herausgelöst werden, in dem es sich bis zum Schuleintritt gut entwickelt und wohlgefühlt hat?“, meint ihre Mutter Bettina Willm. „Es wäre eine Ausgrenzung gewesen.“ Und so besuchte Pauline nach dem Kindergarten die örtliche Grundschule und wechselte dann auf die Gesamtschule. Mit dabei immer ein Gebärdendolmetscher, der nicht nur in Deutsch, Mathe und Englisch auf dem Laufenden, sondern auch noch fit sein sollte. „Im Sportunterricht muss er schon mal mitlaufen“, sagt Giebisch lächelnd.

Der Aufwand für das Ziel des gemeinsamen Lernens ist erheblich: etwa 40 der rund 1100 Schüler an der Gesamtschule sind Inklusionsschüler. Die meisten mit dem Förderbedarf Lernen oder emotionale Entwicklung. Nur drei Kinder sind körperbehindert. Insgesamt kann die Schule zusätzlich nur zwei Sonderpädagoginnen einsetzen. „Pro Förderschüler stehen den Sonderpädagogen somit nur ein bis zwei Stunden je Woche zur Verfügung“, hat Giebisch ausgerechnet. Hinzu kommen normale Unterrichtsaufgaben und die Aufgaben als Klassenlehrerin.

 

Problematisch ist auch die Raumsituation. Es fehlt an Differenzierungsräumen zur individuellen Förderung, und in den Klassenzimmern wird es schon mal eng: Lehrer, Schüler, Inklusionshelfer, Sonderpädagogin, – in manchen Stunden sind drei bis vier Erwachsene zusätzlich im Raum, dazu Hilfsgeräte wie Projektoren, gegebenenfalls auch schon mal ein Rollstuhl oder, wie im Fall von Paulina, die gesamte Technik für das computergestützte Sprachsystem Verba Voice.
Paulina hat gerade Englischunterricht und steht an der Tafel. „Sommer an der See“ ist das Thema, und das Mädchen erzählt – auf ihre Weise. Doch anders als etwa im Deutschunterricht, wo zwei anwesende Dolmetscher die Gebärden für die Klasse und deren Beiträge übersetzen würden, ist hier über Verba Voice in München noch ein Schriftdolmetscher zugeschaltet. Er hört den Unterricht über Mikrofon mit und übersetzt das gesprochene Wort von Lehrerin und Schülern – mit zeitlicher Verzögerung – in englische Schriftsprache, die auf dem Computer des Mädchens erscheint. „So lernt Paulina zwar nicht die englische Laut-, wohl aber die englische Schriftsprache“, erklärt Elke Giebisch.

90 Prozent der Eltern können hören
 

Als gehörlos werden Menschen bezeichnet, deren Fähigkeit zu hören komplett oder weitgehend fehlt. Etwa 98 Prozent der Betroffenen verfügen über ein Restgehör. Die Gehörlosigkeit kann angeboren oder erworben sein. Verlässliche Zahlen darüber, wie viele Gehörlose und Schwerhörige in Deutschland leben, existieren nicht. Der Deutsche Gehörlosenbund geht davon aus, dass etwa 0,1 Prozent der Bevölkerung in Industrienationen von Gehörlosigkeit betroffen sind. Dies entspräche rund 80 000 Menschen. Andere Statistiken verzeichnen nur 50 000 Betroffene.

Etwa 90 Prozent der tauben Kinder haben Eltern, die hören können. Die früher gebräuchliche Bezeichnung „taubstumm“ wird von gehörlosen Menschen als diskriminierend empfunden, zumal sie mittels Gebärden- oder Lautsprache durchaus kommunizieren können. Lange Zeit war im deutschsprachigen Raum Standart, dass die betroffenen Kinder in einer Sonderschule für Gehörlose, beziehungsweise in einer Schule für Schwerhörige unterrichtet wurden. Um die Jahrtausendwende existierten rund 60 Sonderschulen mit diesem Förderschwerpunkt in Deutschland. Als größte gilt aktuell das Rheinisch-Westfälische Berufskolleg Essen mit rund 1000 Schülern.

Mit zunehmenden Bemühungen, die Forderungen der Inklusion umzusetzen, wechselten auch immer mehr hörgeschädigte Kinder an Regelschulen. Entstehende Kosten übernimmt der Schulträger, also im vorliegenden Fall die Gemeinde Kürten. Hierfür zahlt das Land eine Pauschale von 15 000 Euro pro Kind und Schullaufbahn. Weitere Kosten, etwa für die Gebärdendolmetscher, werden von dem zuständigen Kreis oder von der kreisfreien Stadt getragen. Die „Leistung zur Hilfe zur Schulbildung“ wird einkommens- und vermögensunabhängig gezahlt und muss beim Sozialamt beantragt werden. (spe)

 

Die Klasse lernt vor allem Gesprächsdisziplin. Denn es kann immer nur ein Sprecher sinnvoll übersetzt werden. „Bitte lauter für das Mikrofon“, mahnt die Lehrerin dann auch schon mal, wenn ein Schüler vergisst, dass in München noch jemand dem Unterricht in Kürten zuhört. Selbst hält sie den Klebestift demonstrativ in die Höhe, mit dem jetzt gearbeitet werden soll. „Wir müssen eben viel visualisieren“, sagt die Sonderpädagogin. 
Sie und viele Mitschüler sind aber längst auch mit der Gebärdensprache vertraut und nehmen ihrerseits Unterricht, um die Kommunikationsbarriere zu überwinden und auch in den Pausen mit Paulina reden zu können. Man habe durch alle Kinder mit einer klassischen Behinderung viel gelernt, sagt der Schulleiter. „Und es ist für die Klasse nie ein Nachteil gewesen, ganz im Gegenteil.“

Dennoch verlangt der Regelschulbesuch viel Einsatz und Kraft, besonders von Paulina und ihrer Familie. Doch der Aufwand lohne sich, ist Paulinas Mutter überzeugt. Gerade behinderte Kinder benötigten eine gute fachliche Ausbildung und ein gesundes Selbstbewusstsein, sagt sie. Beides werde an der Gesamtschule Kürten gefördert. Bettina Willm: „Hier darf Paulina sein, wie sie ist: gehörlos, aber ein normales Mädchen.“

Ausbildungsmesse in der Gesamtschule Kürten 

Die erste Kürtener Ausbildungsmesse ist am Samstag, den 27.2.2016, sehr erfolgreich abgelaufen. Über 30 Firmen und Institutionen haben sich präsentiert, Ausbildungsplätze angeboten und im persönlichen Gespräch mit den SchülerInnen vorgestellt. Die Vorbereitungen der Gemeinde Kürten, der IHK und der Gesamtschule Kürten haben sich gelohnt. Geplant ist nun eine jährliche Wiederholung, damit die Ausbildungsmesse Kürten eine feste Größe in der Region wird.

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